Wie Sie diese Tabellen sinnvoll lesen
Gehen Sie von oben nach unten vor. Die erste Tabelle beantwortet die Frage nach der Bauform und damit rund achtzig Prozent der Entscheidung. Erst wenn die Bauform steht, lohnt sich der Blick auf einzelne Geräte, denn innerhalb einer Bauform sind die Unterschiede kleiner, als die Datenblätter vermuten lassen.
Achten Sie besonders auf drei Spalten: Bondrucker, Mobilfunkgeneration und Sicherheitsstand. Sie sind die drei Punkte, an denen im Markt die meisten Fehlgriffe passieren. Ein Gerät ohne Drucker in einem Betrieb, der druckt, ein Gerät ohne LTE an einem Standort ohne WLAN und ein Gerät mit auslaufendem Zulassungsstand kosten Sie jeweils mehr als der Preisunterschied, den Sie beim Kauf gespart haben.
Was die Tabellen bewusst nicht enthalten, sind Konditionen. Preise, Laufzeiten und Entgelte hängen von Ihrem Umsatzprofil, Ihrer Kartenmischung und der Zahl Ihrer Standorte ab und werden im Gespräch festgelegt, nicht auf einer Webseite. Was wir hier liefern, ist die technische Grundlage, damit Sie in dieses Gespräch vorbereitet gehen.
Alle Bauformen nebeneinander
| Bauform | Strom | Netz | Bondrucker | Beleg | Typischer Einsatz |
|---|---|---|---|---|---|
| Stationär | Netzteil, kein Akku | LAN oder WLAN, teils Mobilfunk als Rückfall | In der Regel integriert | Gedruckt | Theke, Empfang, Apotheke, Bäckerei |
| Mobil | Akku, meist Ladestation | Mobilfunk und WLAN, teils Bluetooth | Meist integriert | Gedruckt oder digital | Restauranttisch, Lieferdienst, Handwerk, Markt |
| SmartPOS | Akku, meist Ladestation | Mobilfunk, WLAN, Bluetooth | Modellabhängig | Gedruckt oder digital | Betriebe mit Scanner-, App- oder Kassenbedarf |
| Kartenleser am Smartphone | Eigener Akku, Laden über USB | Über das gekoppelte Smartphone | Nein, teils über Dock | Digital | Kleine oder gelegentliche Umsätze |
| SoftPOS | Akku des Smartphones | Mobilfunk oder WLAN des Geräts | Nein | Digital | Zusatzkasse, Saison, Veranstaltung, Außendienst |
| Kassenintegriertes PIN-Pad | Netzteil oder Strom über Netzwerkkabel | LAN, seriell oder USB zur Kasse | Nein | Aus dem Kassendrucker | Filiale, Supermarkt, jeder Platz mit Kasse |
| Unbedientes Einbaumodul | Stromversorgung des Automaten | LAN, Mobilfunk, WLAN, Automatenbus | Nein | Über den Automaten oder digital | Automat, Ladesäule, Parken, Waschanlage |
Bei modellabhängigen Angaben lohnt der Blick ins Datenblatt des konkreten Geräts, besonders beim Bondrucker.
Verbreitete Geräte im Detail
Alle genannten Geräte werden im deutschsprachigen Markt von mehreren Anbietern unter jeweils eigenen Namen verkauft. Die Angaben beschreiben die Herstellerbasis.
| Gerät | Bauform | Display | Netz | Drucker | Sicherheitsstand |
|---|---|---|---|---|---|
| Ingenico Desk/5000 | Stationär | 2,8 Zoll Touch | Ethernet, WLAN | Ja | PCI PTS 5.x, Baureihe abgekündigt |
| CCV Base Next | Stationär | 4 Zoll Touch | LAN, WLAN, Mobilfunk | Ja | Aktueller Marktstand, Kontaktlosleser am Kopf |
| PAX A80 | Stationär | 4 Zoll mit Tastatur | Ethernet, Telefonleitung, optional Mobilfunk und WLAN | Ja | PCI PTS 5.x oder 6.x je nach Ausführung |
| Ingenico Move/5000 | Mobil | 3,5 Zoll Touch | 4G mit Dual-SIM, WLAN, Bluetooth | Ja | Variante für explosionsgefährdete Bereiche verfügbar |
| PAX A920Pro | Mobil und SmartPOS | 5,5 oder 6,56 Zoll | 4G, WLAN, Bluetooth, eSIM | Ja | PCI PTS 6.x, in der neuen Variante 7.x |
| PAX A77 | SmartPOS kompakt | 5,5 Zoll | 4G, WLAN, Bluetooth | Nein | PCI PTS 7 mit gesicherter Kartendatenübertragung |
| SUNMI P3 | Mobil und SmartPOS | 6,75 Zoll, kompakt 5 Zoll | 4G, WLAN, Bluetooth, Ortung | Ja | PCI PTS 6.x, wechselbarer Akku |
| Verifone V240m | Mobil | 3,5 Zoll mit Tastatur | Nur 2G und 3G, WLAN, Bluetooth | Ja | PCI PTS 5.x, ohne LTE |
| Ingenico Lane-Serie | Kassenintegriert | Bis 3,5 Zoll und größer | Ethernet, Powered USB, seriell | Nein | Für hohe Vorgangszahlen ausgelegt |
| Verifone P400 | Kassenintegriert | 3,5 Zoll Multi-Touch | LAN, USB, seriell | Nein | PCI PTS 5.x, Kundendisplay mit Anzeigefunktion |
| PAX IM30 | Unbedient | 5 Zoll | 4G, Ethernet, WLAN, Bluetooth | Nein | PCI PTS 6.x, IP65 und IK08 |
| Edge und Frame IM15 | Unbedient | 3,5 Zoll mit PIN-Eingabe auf dem Display | LAN, WLAN, optional Mobilfunk, Automatenbus | Nein | PCI PTS 6.x, IP65 und IK09, nur kontaktlos |
Die Nennung der Hersteller ist sachlich und bedeutet keine Partnerschaft. Funktionsumfang und Menüführung eines Geräts hängen zusätzlich davon ab, wer es betreibt.
Entscheidungshilfe nach Situation
Wenn Sie Ihre Ausgangslage in der linken Spalte finden, steht rechts der übliche Weg.
| Ihre Situation | Naheliegende Bauform | Worauf Sie besonders achten |
|---|---|---|
| Ein fester Kassenplatz, keine Kasse im Einsatz | Stationäres Gerät im eigenständigen Betrieb | Bondrucker, Rollenvorrat, Sichtschutz bei der PIN-Eingabe |
| Ein fester Kassenplatz mit Kassensystem | Kassenintegriertes PIN-Pad | Freigabe des Kassenherstellers, Schnittstelle ZVT oder O.P.I. |
| Kassieren am Tisch oder auf der Fläche | Mobiles Gerät oder SmartPOS | Akkulaufzeit, Netzwechsel zwischen WLAN und Mobilfunk, Trinkgeldabfrage |
| Kassieren beim Kunden, ohne Fremd-WLAN | Mobiles Gerät mit eigener SIM-Karte | Mindestens 4G, Netzabdeckung an den typischen Einsatzorten |
| Nur gelegentlich oder saisonal kassieren | SoftPOS auf dem Smartphone | Kartenmarken, in Deutschland zusätzlich girocard über 50 Euro |
| Automat, Ladesäule oder Waschanlage | Unbedientes Einbaumodul | Einbaumaß, Schutzklasse, Chipleser ja oder nein, Fernwartung |
| Mehrere Filialen mit einheitlicher Ausstattung | Kassenintegrierte Geräte plus zentrale Verwaltung | Einheitliche Konfiguration, Ersatzgerätekonzept, Auswertung über alle Standorte |
Sechs Kriterien, die in Vergleichen regelmäßig fehlen
Diese Punkte tauchen in kaum einer Übersicht auf, entscheiden aber im Alltag über Zufriedenheit oder Ärger.
- 01Ersatzgerät im Störungsfall
- Wie schnell steht ein funktionsfähiges Gerät bei Ihnen, wenn das vorhandene ausfällt, und was passiert in der Zwischenzeit. Für einen Betrieb, der ohne Kartenzahlung nicht arbeiten kann, ist das der wichtigste einzelne Punkt überhaupt.
- 02Verbrauchsmaterial
- Bonrollenbreite, Rollendurchmesser und Verfügbarkeit. Ein Gerät mit einem ungewöhnlichen Format kostet Sie dauerhaft Aufwand bei der Beschaffung. Fragen Sie danach, bevor Sie sich festlegen.
- 03Nachträglich freischaltbare Funktionen
- Trinkgeld, Reservierung eines Betrags, Währungsumrechnung, Gutscheine: Bei modernen Geräten lassen sich diese Bausteine nachträglich aktivieren, ohne dass ein Gerätetausch nötig wird. Ob das für Ihr Gerät gilt, gehört ins Gespräch.
- 04Umgang mit der Terminal-ID
- Jedes Gerät hat eine eindeutige Kennung, an der Standort, Belegtext und Zuordnung hängen. Was bei einem Umzug, einem Inhaberwechsel oder einem Anbieterwechsel damit passiert, sollten Sie wissen, bevor der Fall eintritt.
- 05Zulassungs- und Abkündigungsstand
- Ein Gerät kann technisch einwandfrei laufen und trotzdem am Ende seines Lebenszyklus stehen, weil der Hersteller die Baureihe abgekündigt hat oder ein neuer verbindlicher Stand gilt. Das bestimmt die tatsächliche Nutzungsdauer stärker als die Hardware.
- 06Wer die Kassenanbindung einrichtet
- Zwischen Terminalanbieter und Kassenbetreuer entsteht am häufigsten die Lücke, in der niemand zuständig ist. Klären Sie vorher, wer den Termin koordiniert und wer bei Problemen den ersten Anruf entgegennimmt.
Miete oder Kauf: die Mechanik hinter der Frage
Beide Wege sind im Markt üblich. Bei der Miete zahlen Sie laufend und bekommen Service, Austausch und Aktualisierungen als Teil des Ganzen. Beim Kauf zahlen Sie einmalig mehr, tragen dafür aber das Risiko, dass das Gerät vor Ende seiner geplanten Nutzung durch einen neuen verbindlichen Standard ersetzt werden muss. Genau dieses Risiko wird beim Kauf regelmäßig unterschätzt.
Rechnen sollten Sie deshalb nicht Gerätepreis gegen Monatsbetrag, sondern die Gesamtkosten über die realistische Nutzungsdauer, einschließlich Service, Ersatzgerät und dem Fall, dass ein Tausch nötig wird. Bei einem Gerät, das voraussichtlich fünf Jahre läuft, sieht die Rechnung anders aus als bei einem Gerät, dessen Baureihe bereits abgekündigt ist.
Konkrete Zahlen dazu nennen wir nicht auf dieser Seite, sondern im Gespräch, weil sie von Ihrem Umsatzprofil und der Zahl der Geräte abhängen. Was wir Ihnen zusagen können, ist die Rechnung selbst: beide Wege nebeneinander, mit denselben Annahmen, damit Sie den Unterschied sehen und nicht schätzen müssen.
Warum reine Herstellervergleiche in die Irre führen
Die Hardware im deutschsprachigen Markt stammt von wenigen Herstellern, und dieselben Geräte werden von verschiedenen Anbietern unter eigenen Namen verkauft. Ein Vergleich, der nur Modellnamen gegenüberstellt, vergleicht deshalb häufig dasselbe Gerät mit sich selbst.
Ein deutscher Hersteller weist ausdrücklich darauf hin, dass Menüpunkte und Funktionen desselben Geräts je nach Betrieb abweichen. Das ist der eigentliche Unterschied: Welche Zusatzfunktionen freigeschaltet werden können, wie die Trinkgeldabfrage aussieht, wie schnell Ersatz kommt, wie eine Kassenanbindung begleitet wird und wie verständlich die monatliche Abrechnung ist.
Nutzen Sie die Tabellen auf dieser Seite also für die technische Vorauswahl und stellen Sie die restlichen Fragen dem Anbieter. Wenn ein Anbieter diese Fragen nicht klar beantworten kann, ist das eine Information über den Anbieter, nicht über die Hardware.
Häufige Fragen zum Terminalvergleich
Welches ist das beste Kartenterminal?
Diese Frage hat keine allgemeine Antwort, weil die Bauform vom Kassenplatz abhängt. Sinnvoll ist die umgekehrte Reihenfolge: erst festlegen, wo und wie kassiert wird, dann die Bauform bestimmen, dann innerhalb der Bauform das Gerät wählen, das zu Netz, Beleg und Kasse passt.
Wie erkenne ich, ob ein Gerät veraltet ist?
Drei Anhaltspunkte: eine Mobilfunkunterstützung, die bei 2G oder 3G endet, ein Sicherheitsstand unterhalb von PCI PTS 6.x und eine Abkündigungsmeldung des Herstellers für die Baureihe. Trifft einer dieser Punkte zu, sollten Sie die verbleibende Nutzungsdauer nüchtern einschätzen.
Kann ich verschiedene Bauformen kombinieren?
Ja, und in vielen Betrieben ist das der sinnvollste Aufbau: ein stationäres Gerät an der Theke, ein mobiles für die Fläche, dazu eine Lösung auf dem Smartphone für Spitzen und Vertretungsfälle. Wichtig ist, dass alle Geräte über dieselbe Abrechnung laufen, damit die Auswertung zusammenbleibt.
Spielt der Hersteller für die Abrechnung eine Rolle?
Nein. Wie Ihre Umsätze abgerechnet und ausgezahlt werden, hängt an Ihren Verträgen, nicht am Gerätehersteller. Deshalb ist die Frage nach dem Betrieb hinter dem Gerät wichtiger als die Frage nach dem Markenlogo auf dem Gehäuse.
Wie viele Geräte brauche ich?
Zählen Sie die Stellen, an denen in der Stoßzeit gleichzeitig kassiert wird. Diese Zahl ist die Untergrenze. Betriebe, die ohne Kartenzahlung nicht arbeiten können, planen zusätzlich ein Reservegerät oder eine Lösung auf dem Smartphone als Rückfallebene ein.
Wo finde ich die Konditionen?
Nicht auf dieser Website. Konditionen hängen von Ihrer Kartenmischung, Ihrem Umsatzprofil und der Zahl Ihrer Standorte ab und werden im persönlichen Gespräch vereinbart. Was Sie hier finden, ist die fachliche Grundlage, um dieses Gespräch auf Augenhöhe zu führen.