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Zahlungsart

Apple Pay

Bezahlen mit iPhone oder Uhr. Für Ihren Betrieb ist das technisch nichts Neues: Am Terminal kommt eine kontaktlose Kartenzahlung an — und sie kostet Sie keinen Cent extra.

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Was bei einer Apple-Pay-Zahlung tatsächlich passiert

Im Wallet des Kunden liegt keine Kartennummer, sondern ein gerätegebundener Ersatzwert. Beim Bezahlen wird dieser Ersatzwert kontaktlos an Ihr Terminal übertragen und dort wie eine kontaktlose Kartenzahlung der zugrunde liegenden Marke verarbeitet — also als Debit Mastercard, Visa Debit, Mastercard oder Visa, je nachdem, welche Karte der Kunde hinterlegt hat.

Für Sie bedeutet das: Es gibt keine Apple-Pay-Transaktion in Ihrer Abrechnung. Es gibt eine Kartenzahlung, die zufällig über ein Telefon ausgelöst wurde. Genau deshalb braucht es auf Ihrer Seite auch keine gesonderte Freischaltung, solange Ihr Terminal kontaktlose Zahlungen annimmt.

Die Freigabe erfolgt auf dem Gerät des Kunden per Gesicht, Fingerabdruck oder Gerätecode. Das ist eine starke Authentifizierung im Sinne der europäischen Vorgaben — mit einer praktischen Folge, die viele Händler unterschätzt: Die 50-Euro-Grenze für kontaktlose Zahlungen ohne PIN spielt hier keine Rolle. Auch ein Betrag von 300 Euro geht ohne PIN-Eingabe am Terminal durch.

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Apple Pay in Österreich

Apple Pay startete in Österreich 2019 und ist heute bei praktisch allen großen Banken verfügbar. Anders als bei Google Pay, wo der österreichische Rollout zurückhaltender verlief, ist Apple Pay damit für Ihre Kundschaft eine Selbstverständlichkeit. Wer ein iPhone nutzt und eine österreichische Bankverbindung hat, kann in der Regel damit zahlen.

Für Ihre Planung ist das eine gute Nachricht: Sie brauchen dafür nichts Eigenes. Kein zusätzliches Gerät, keine App, keinen zweiten Vertrag. Was Sie brauchen, ist ein Terminal, dessen kontaktlose Akzeptanz für alle relevanten Kartenmarken aktiv ist — und das ist ohnehin die Grundausstattung im österreichischen Handel.

Sichtbar machen sollten Sie es trotzdem. Ein Kunde, der am Eingang keinen Hinweis findet, greift eher zur Karte oder zum Bargeld. Für die Beschriftung gelten allerdings die Vorgaben der jeweiligen Marken: Logos dürfen nur in der gelieferten Form verwendet und nicht verändert werden, und keine Marke darf größer dargestellt werden als die anderen daneben. Material, das diesen Regeln entspricht, stellen wir zur Verfügung.

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Wallets kosten Sie nichts extra

Das ist der hartnäckigste Irrtum rund um mobiles Bezahlen. Viele Händler nehmen an, dass ein Wallet eine eigene Gebühr auslöst. Das ist nicht der Fall. Weil die Zahlung technisch die hinterlegte Karte nutzt, gelten die Konditionen genau dieser Karte — nicht mehr und nicht weniger.

Was sich sehr wohl unterscheidet, ist die Karte dahinter. Wenn ein Gast eine Firmenkarte im Wallet hinterlegt hat, ist die Zahlung genauso teuer wie mit der physischen Firmenkarte. Der Unterschied kommt also nie vom Wallet, sondern immer von der Karte.

Wenn Ihnen ein Anbieter eine gesonderte Wallet-Gebühr in Rechnung stellt, ist das eine Frage, die Sie stellen sollten. Es gibt dafür keine technische Grundlage.

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Wallet, Karte, Bluecode — was ist der Unterschied

Drei Verfahren, die der Kunde alle mit dem Telefon auslöst, die aber für Ihren Betrieb völlig verschiedene Dinge sind.

MerkmalApple Pay und Google PayPhysische KarteBluecode
Technik am Tresenkontaktlos über NFCChip oder kontaktlosBarcode oder QR-Code
Was abgerechnet wirddie hinterlegte Kartenmarkedie KartenmarkeAbbuchung vom Girokonto
Zusätzliche Freischaltungnein, wenn kontaktlos aktiv istja, je Markeja, über die Kassensoftware
Zusätzliche Gebührkeinekeineeigenes Modell des Anbieters
PIN am Terminalentfällt, Freigabe am Gerätab 50 Euro und nach 125 Euro kumuliertentfällt, Freigabe in der App
Braucht ein Kartenterminaljajanein, aber eine Kassenanbindung
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Voraussetzungen auf Ihrer Seite

01Kontaktlosfähiges Terminal
Jedes aktuelle Gerät kann das. Entscheidend ist, dass die kontaktlose Akzeptanz für alle relevanten Marken freigeschaltet ist und nicht nur für einzelne.
02Erreichbares Lesefeld
Kontaktloses Bezahlen funktioniert über wenige Zentimeter. Wer mit einer Uhr zahlt, muss nahe genug herankommen. Ein fest unter dem Tresen montiertes Gerät macht das unnötig schwer.
03Betragsanzeige für den Kunden
Der Kunde muss sehen, welchen Betrag er freigibt, bevor er das Telefon auflegt. Bei Geräten mit kleinem Display gehört das in die Einschulung des Personals.
04Korrekt beschriftete Akzeptanzhinweise
Logos dürfen nur in der offiziellen Fassung und in gleicher Größe wie die anderen gezeigten Marken verwendet werden. Selbst gebaute Aufkleber verstoßen regelmäßig gegen die Vorgaben der Kartensysteme.
05Anbindung an die Registrierkasse
Auch eine Zahlung per Wallet ist in Österreich ein Barumsatz und muss in der Registrierkasse erfasst werden. Der Terminalbeleg ersetzt den Kassenbeleg nicht.
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Warum Apple Pay den Tresen schneller macht

Der spürbarste Effekt liegt nicht bei den Kosten, sondern beim Tempo. Weil die Freigabe am Telefon passiert, entfällt die PIN-Eingabe am Terminal auch bei größeren Beträgen. In einem Restaurant mit Rechnungen zwischen 60 und 200 Euro spart das pro Tisch mehrere Sekunden und eine Übergabe des Geräts.

Auch die Fehlerquellen sinken. Keine falsch eingegebene PIN, kein Gerät, das gereinigt werden muss, keine Rückfrage, welche Taste die Bestätigung ist. Gerade dort, wo Wechselschichten und Aushilfen arbeiten, ist das ein realer Vorteil.

Für Betriebe mit hohen Kleinbetragsfrequenzen — Bäckerei, Kaffeewagen, Marktstand — zählt vor allem, dass die Zahlung nicht am Kunden hängt, der seine Karte sucht. Wer das Telefon ohnehin in der Hand hält, zahlt in zwei Sekunden.

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Häufige Fragen zu Apple Pay

Muss ich Apple Pay gesondert beantragen?

Nein. Solange Ihr Terminal kontaktlose Kartenzahlungen annimmt, funktioniert Apple Pay automatisch. Es ist keine eigene Zahlart, sondern eine andere Art, dieselbe Karte zu präsentieren.

Kostet mich eine Apple-Pay-Zahlung mehr als eine Kartenzahlung?

Nein. Abgerechnet wird die hinterlegte Karte zu deren Konditionen. Ob der Kunde die Karte aus der Geldbörse zieht oder aus dem Wallet, ändert an den Kosten nichts.

Warum wird bei Apple Pay auch über 50 Euro keine PIN verlangt?

Weil die Freigabe bereits auf dem Gerät stattgefunden hat — per Gesicht, Fingerabdruck oder Code. Das gilt als starke Authentifizierung, sodass die Grenzen für kontaktlose Zahlungen ohne PIN hier nicht greifen.

Funktioniert das auch mit der Uhr?

Ja, technisch ist es derselbe Vorgang. Praktisch braucht die Uhr etwas mehr Nähe zum Lesefeld als eine Karte. Wenn Ihr Terminal schwer erreichbar montiert ist, fällt das hier zuerst auf.

Was, wenn eine Zahlung abgelehnt wird?

Dann liegt es fast immer an der hinterlegten Karte oder an einer nicht freigeschalteten Kartenmarke auf Ihrem Terminal — nicht am Wallet. Die Ablehnung sagt Ihnen entsprechend etwas über Ihre Akzeptanzkonfiguration, nicht über das Telefon des Kunden.

Reden wir bei Ihnen im Betrieb.

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