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Bauform

Stationäre Kartenterminals für den festen Kassenplatz

Das stationäre Terminal steht dort, wo immer kassiert wird: an der Theke, am Empfang, an der Kasse. Es hängt am Stromnetz, braucht keine Akkupflege und druckt in der Regel selbst den Beleg. Diese Seite zeigt, welche Geräte verbreitet sind, wie sie angeschlossen werden und wo ihre Grenzen liegen.

Stationäres Kartenterminal
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Wofür ein stationäres Terminal gebaut ist

Ein stationäres Terminal, im Fachhandel auch Countertop-Terminal genannt, ist für einen einzigen Platz gedacht. Es steht auf der Theke oder auf einem kleinen Ständer daneben, ist über ein Netzteil dauerhaft mit Strom versorgt und über LAN oder WLAN mit dem Internet verbunden. Weil es keinen Akku verwalten muss, entfällt der häufigste Störgrund mobiler Geräte: das leere Gerät um halb sieben abends.

Der zweite Vorteil ist die Beständigkeit im Ablauf. Das Personal greift immer an dieselbe Stelle, der Kunde weiß, wohin er die Karte hält, und der Beleg kommt aus demselben Drucker. In Betrieben mit hoher Taktzahl, etwa in einer Bäckerei in der Frühschicht oder in einer Apotheke am Montagmorgen, ist diese Wiederholbarkeit mehr wert als jede Zusatzfunktion. Sekunden pro Vorgang summieren sich über den Tag zu einer spürbaren Wartezeit.

Der dritte Punkt ist die Robustheit. Stationäre Geräte werden gebaut für viele tausend Vorgänge im Dauerbetrieb, mit Tastaturen und Kartenlesern, die auf hohe Lesezyklen ausgelegt sind. Wo täglich hunderte Karten durch dieselbe Hand gehen, ist das relevanter als Displaygröße oder Kameraauflösung.

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Die Merkmale, an denen Sie ein gutes stationäres Gerät erkennen

01Kontaktlosleser am Kopf des Geräts
Sitzt das kontaktlose Lesefeld am oberen Rand statt mitten auf dem Display, verdeckt der Kunde beim Auflegen nicht den angezeigten Betrag. Das klingt nach einer Kleinigkeit, verhindert aber Rückfragen und beschleunigt den Vorgang spürbar. Mehrere aktuelle Geräte, etwa der CCV Base Next, sind genau deshalb so konstruiert.
02Ein-Kabel-Aufbau
Manche Geräte kommen mit einer einzigen Steckdose aus und holen sich die Datenverbindung über WLAN. Andere brauchen Strom und Netzwerkkabel. Am belebten Kassenplatz zählt jedes Kabel weniger, weil es Stolperfallen und Wackelkontakte spart. Prüfen Sie vorab, welche Variante Ihr Platz hergibt.
03Integrierter Bondrucker
Die meisten stationären Geräte drucken den Händler- und Kundenbeleg selbst. Achten Sie auf die Bonrollenbreite und darauf, dass die Rolle ohne Werkzeug zu wechseln ist. In Betrieben mit hoher Belegzahl gehört ein Vorrat an Rollen zum Verbrauchsmaterial wie Kassenrollen auch.
04Sichtschutz bei der PIN-Eingabe
Ein flacher Sichtschutz oder eine entsprechend gestaltete Tastatur schützt die PIN vor Blicken von der Seite. In Warteschlangen ist das kein theoretisches Thema. Einige Geräte lösen es zusätzlich über ein abgesetztes Kundendisplay, sodass Kassierer und Kunde getrennte Oberflächen bedienen.
05Lesbares Display
Ältere Countertop-Geräte haben kleine Displays mit geringer Auflösung, aktuelle Modelle vier Zoll und mehr mit Touchbedienung. Größere Displays erleichtern Trinkgeldabfragen, mehrsprachige Menüs und Hinweise an den Kunden. Für den reinen Zahlvorgang genügt aber auch ein kleines Display, sofern es hell genug ist.
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Verbreitete stationäre Geräte im deutschsprachigen Raum

Die Geräte werden von verschiedenen Anbietern unter eigenen Namen verkauft. Die Angaben stammen aus den Herstellerunterlagen und beschreiben die jeweilige Basisausstattung.

GerätDisplayAnbindungBondruckerAnmerkung
CCV Base Next4 Zoll Farbdisplay mit TouchLAN und WLAN, zusätzlich MobilfunkIntegriert, dazu Belegversand per E-MailKontaktlosleser am Terminalkopf, Aufbau mit nur einer Steckdose möglich
Ingenico Desk/50002,8 Zoll Farb-TouchscreenEthernet oder WLAN, Anschluss an die Kasse über USB oder RS232Integriert, grafikfähigKlassiker der auslaufenden Tetra-Generation; für Desk/3500 und Desk/5000 liegt eine Abkündigung vor
PAX A804 Zoll mit zusätzlicher physischer TastaturEthernet und analoge Telefonleitung ab Werk, Mobilfunk und WLAN je nach KonfigurationIntegriertAkku optional, dadurch auch als Indoor-Portable einsetzbar
Worldline YomaniFarbdisplay, Touch je nach VarianteLAN und RS232, Händlereinheit über USBIm optionalen HändlermodulModularer Aufbau aus Kundenmodul und separater Händlerbedieneinheit
REA T9 pro und T8 proFarbdisplayNach ModellvarianteIntegriertDeutscher Hersteller; Menüführung und Funktionsumfang hängen vom jeweiligen Betrieb ab

Die Nennung der Hersteller ist rein sachlich. Welches Gerät für Ihren Betrieb sinnvoll ist, hängt von Kassenanbindung, Netz und Belegbedarf ab und wird im Gespräch geklärt.

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Eigenständig oder an der Kasse: zwei sehr unterschiedliche Betriebsarten

Ein stationäres Terminal kann eigenständig betrieben werden. Dann tippt das Personal den Betrag am Gerät ein, das Terminal führt die Zahlung durch und druckt den Beleg. Das ist der einfachste Aufbau und für kleine Betriebe ohne Kassensystem völlig ausreichend. Der Preis dafür ist ein zweiter Tippvorgang, und damit die Möglichkeit, sich zu vertippen.

Die zweite Betriebsart ist die Kassenanbindung. Das Kassensystem übergibt den Betrag an das Terminal, der Kunde bezahlt, und das Ergebnis fließt in den Kassenvorgang zurück. Der Betrag kann nicht mehr abweichen, der Tagesabschluss stimmt, und das Personal muss nur noch eine Taste bedienen. In Deutschland und Österreich laufen diese Verbindungen üblicherweise über die Schnittstellen ZVT oder O.P.I.

Für die Entscheidung gilt eine einfache Faustregel: Sobald Sie ohnehin eine Kasse führen, lohnt sich die Anbindung fast immer. Sie kostet einmalig Einrichtungsaufwand und spart täglich Zeit sowie Fehlersuche. Ohne Kasse ist der eigenständige Betrieb der geradere Weg, und Sie können die Anbindung später nachrüsten, wenn eine Kasse dazukommt.

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Aufstellung: die Details, die im Betrieb den Unterschied machen

Planen Sie den Platz für das Gerät, bevor es geliefert wird. Das Terminal sollte für den Kunden bequem erreichbar sein, ohne dass er sich über die Theke beugen muss, und gleichzeitig für das Personal sichtbar bleiben. Ein kurzer Blick auf den Gerätestatus verhindert die häufigste Verwirrung im Alltag, nämlich die Frage, ob die Zahlung schon durch ist oder noch läuft.

Kabel gehören fixiert. Ein Netzwerk- oder Stromkabel, das lose über die Arbeitsfläche läuft, wird irgendwann gezogen; die Folge ist ein abgebrochener Vorgang mitten in einer Zahlung. Wo das Terminal auf einem Ständer sitzt, achten Sie auf einen Neigungswinkel, der die PIN-Eingabe vor Blicken schützt. Für Betriebe mit häufigem Kundenkontakt gibt es Halterungen, die das Gerät drehbar machen, damit der Kunde es zu sich ziehen kann, ohne dass es umkippt.

Zwei Punkte werden regelmäßig vergessen: der Platz für den Bonrollenwechsel und die Reinigung. Ein Terminal in der Bäckerei setzt Mehlstaub an, in der Küche Fett, in der Praxis Desinfektionsmittel. Halten Sie sich an die Reinigungshinweise des Herstellers, damit Display und Kartenleser nicht leiden.

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Wo ein stationäres Gerät an seine Grenze kommt

Sobald außerhalb des Kassenplatzes kassiert wird, ist die Bauform falsch gewählt. Ein Restaurant mit Terrassenbetrieb, ein Handwerker beim Kunden, ein Lieferdienst an der Haustür: All das braucht ein mobiles Gerät. Ein stationäres Terminal an einem langen Kabel ist keine Lösung, sondern eine Stolperfalle.

Auch beim Netzausfall zeigt sich die Grenze. Fällt das WLAN oder die Internetleitung aus, steht ein stationäres Gerät ohne Mobilfunkmodul still. Manche Modelle bringen deshalb zusätzlich eine SIM-Karte mit und wechseln automatisch auf Mobilfunk, wenn die Festverbindung wegbricht. Wenn Ihr Betrieb ohne Kartenzahlung nicht arbeiten kann, sollten Sie diese Rückfallebene ausdrücklich einplanen.

Und schließlich der Punkt Zulassungsstand: Ältere Countertop-Geräte laufen technisch oft noch tadellos, sind aber vom Hersteller abgekündigt oder erfüllen nicht mehr den geforderten Zulassungsstand. Wenn Sie ein Gebrauchtgerät übernehmen wollen, klären Sie diesen Punkt vorab, sonst zahlen Sie für ein Gerät, das kurz darauf getauscht werden muss.

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Häufige Fragen zu stationären Terminals

Kann ein stationäres Terminal auch ohne Kassensystem arbeiten?

Ja. Im eigenständigen Betrieb geben Sie den Betrag am Gerät ein, die Zahlung läuft, der Beleg wird gedruckt. Sie brauchen kein Kassensystem und keine zusätzliche Software. Eine Anbindung an eine Kasse können Sie jederzeit später ergänzen.

Was passiert bei einem Stromausfall?

Ohne Strom steht das Gerät, da es keinen Akku hat. Bereits begonnene Vorgänge werden nicht abgeschlossen, offene Beträge sind damit nicht kassiert. Nach dem Wiedereinschalten meldet sich das Terminal selbstständig an. Betriebe, die auch bei Stromausfall weiterarbeiten wollen, halten ein mobiles Zweitgerät bereit.

Wie lang darf das Netzwerkkabel sein?

Für die üblichen Ethernet-Verbindungen sind Längen bis rund hundert Meter unkritisch. Praktisch begrenzt eher die Verlegbarkeit im Laden. Wenn keine Dose in der Nähe liegt, ist WLAN oder ein Gerät mit Mobilfunkmodul meist der einfachere Weg als eine improvisierte Kabelführung über den Boden.

Kann ich das Terminal an einen zweiten Platz mitnehmen?

Technisch lässt es sich umstecken, sofern dort Strom und Netz vorhanden sind. Sinnvoll ist das aber nur als Ausnahme. Sobald an zwei Plätzen regelmäßig kassiert wird, sind zwei Geräte der richtige Weg, weil sonst genau dann umgesteckt wird, wenn es voll ist.

Welche Bonrollen passen?

Das hängt vom Modell ab; verbreitet sind Thermorollen mit 57 bis 58 Millimeter Breite. Die passende Breite und der maximale Rollendurchmesser stehen in der Gerätedokumentation. Verwenden Sie Thermopapier in ordentlicher Qualität, damit die Belege lesbar bleiben, solange sie aufbewahrt werden müssen.

Wie lange hält ein stationäres Terminal?

Die Mechanik überdauert häufig viele Jahre. Die tatsächliche Nutzungsdauer bestimmt eher der Zulassungs- und Sicherheitsstand: Wenn eine Baureihe abgekündigt wird oder ein neuer verbindlicher Stand gilt, muss getauscht werden, auch wenn das Gerät noch läuft. Diesen Zeitpunkt behalten wir für die von uns betreuten Geräte im Blick.

Reden wir bei Ihnen im Betrieb.

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