SENZA.Terminal anfragen
Terminal anfragen

Ablauf

Inbetriebnahme: von der Lieferung bis zur ersten Zahlung

Ein geliefertes Terminal ist noch kein einsatzfähiges Zahlgerät. Dazwischen liegen Terminal-ID, Schlüsseleinbringung, Aufschaltung, gegebenenfalls die Kassenanbindung und ein Testkauf. Diese Seite beschreibt jeden Schritt, sagt, wer was tut, und benennt die Pflichten, die danach im laufenden Betrieb gelten.

01

Was zwischen Paket und erster Zahlung passiert

Ein Kartenterminal ist kein Gerät, das man auspackt und einschaltet. Damit es Zahlungen annehmen kann, muss es eindeutig identifizierbar sein, es braucht kryptografische Schlüssel, es muss den Weg zu den Autorisierungssystemen kennen, und Ihre Vertragsdaten müssen dahinter hinterlegt sein. Dieser Vorgang heißt Aufschaltung.

Das meiste davon geschieht ohne Ihr Zutun, häufig über das Netz und ohne Technikertermin. Was von Ihnen gebraucht wird, sind Angaben: Standort, Firmierung für den Belegtext, Bankverbindung für die Gutschriften, gewünschte Kartenmarken, gegebenenfalls Kassensystem und Schnittstelle. Je vollständiger diese Angaben vorliegen, desto weniger Rückfragen entstehen, und desto schneller läuft das Gerät.

Der zweite Teil ist organisatorisch: Jemand muss das Gerät auspacken, an den vorgesehenen Platz stellen, anschließen und einen ersten Vorgang durchführen. Und jemand muss dem Personal zeigen, wie es bedient wird. Beides dauert zusammen selten länger als eine halbe Stunde, wird aber gerne vergessen und dann in der Stoßzeit nachgeholt.

02

Die Schritte im Einzelnen

01Angaben vollständig machen
Firmierung, Standortadresse, Ansprechpartner, Bankverbindung, gewünschte Kartenmarken und Zusatzfunktionen. Dazu, falls vorhanden, Kassensystem, Version und Schnittstelle. Diese Liste ist kein Selbstzweck: Jede fehlende Angabe verlängert die Aufschaltung, weil sie später nachgefragt werden muss.
02Terminal-ID vergeben
Jedes Gerät bekommt eine eindeutige Kennung. An ihr hängen Standort, Belegtext, Zuordnung der Umsätze und die Auswertungen. Sie steht auf dem Gerät und auf den Belegen und ist die Nummer, die Sie bei jeder Rückfrage zur Hand haben sollten.
03Kryptografische Schlüssel einbringen
Ohne Schlüssel keine Zahlung. In Deutschland läuft das über ein festgelegtes Verfahren, an dessen Ende das Gerät die Schlüssel bezieht; für Sie ist es ein Vorgang, der im Hintergrund abläuft. Wichtig ist nur, dass das Gerät dafür Verbindung hat.
04Aufschaltung und erste Anmeldung
Das Terminal meldet sich beim ersten Start an, lädt seine Konfiguration und ist danach betriebsbereit. Wenn es an dieser Stelle hängt, liegt es fast immer am Netz: kein Empfang, falsches WLAN-Passwort, gesperrter Port. Deshalb sollte die Netzfrage vor der Lieferung geklärt sein.
05Kassenanbindung einrichten
Falls eine Kasse im Spiel ist, wird jetzt die Verbindung konfiguriert und getestet. Daran ist ein Dritter beteiligt, nämlich Ihr Kassenbetreuer. Ein gemeinsamer Termin ist hier deutlich effizienter als drei aufeinanderfolgende Telefonate.
06Testkauf und Einweisung
Eine echte Zahlung, ein Storno und ein Tagesabschluss. Danach eine kurze Einweisung für alle, die kassieren. Diese fünfzehn Minuten ersparen erfahrungsgemäß die meisten Anrufe der ersten Woche.
03

Die Terminal-ID und warum sie Sie noch beschäftigen wird

Die Terminal-ID, kurz TID, ist die eindeutige Kennung Ihres Geräts. Sie finden sie auf dem Gerät und auf den Belegen. An ihr hängen die Stammdaten: Standort, Anschrift, Belegtext und die Zuordnung Ihrer Umsätze. Wenn Sie einmal wegen einer Buchung nachfragen, ist die TID die erste Angabe, nach der gefragt wird.

In Deutschland verrät die Kennung außerdem, in welchem Netzbetrieb ein Gerät läuft, weil die Nummernkreise zentral zugeteilt werden. Das ist der Grund, warum ein Anbieterwechsel die TID betrifft: Sie wandert nicht einfach mit, sondern das Gerät wird im neuen Betrieb neu aufgeschaltet und erhält dabei die entsprechende Kennung.

Praktisch relevant wird das in drei Situationen: bei einem Standortwechsel, weil die hinterlegte Adresse und der Belegtext angepasst werden müssen; bei einem Inhaberwechsel, für den eine schriftliche Erklärung nötig ist; und beim Anbieterwechsel. In allen drei Fällen gilt: früh ankündigen, dann läuft es ohne Kassiererpause.

04

Wer macht was

Die Aufteilung verhindert die klassische Lücke, in der sich niemand zuständig fühlt.

SchrittIhre AufgabeUnsere Aufgabe
Angaben zusammenstellenFirmierung, Standort, Bankverbindung, Ansprechpartner, Kassensystem benennenKlar sagen, welche Angaben gebraucht werden, und nichts doppelt abfragen
Netz am Kassenplatz klärenPrüfen, ob Netzwerkdose, WLAN oder Mobilfunkempfang vorhanden istDie passende Anbindungsvariante empfehlen und das Gerät entsprechend konfigurieren
Gerät bereitstellenLieferung entgegennehmen und den vorgesehenen Platz vorbereitenGerät passend zur Konfiguration ausliefern, Zubehör vollständig beilegen
AufschaltungGerät anschließen und einschaltenTerminal-ID, Stammdaten, Schlüsselversorgung und Konfiguration bereitstellen
KassenanbindungKassenbetreuer einbinden und einen gemeinsamen Termin ermöglichenSchnittstelle konfigurieren und den Test gemeinsam mit dem Kassenbetreuer begleiten
Testkauf und EinweisungEine Person benennen, die das Personal danach anleitetTestvorgang begleiten, Bedienung erklären, Ansprechpartner für Rückfragen nennen
Laufender BetriebStörungen melden, Änderungen an Stammdaten mitteilenErreichbar sein, Ersatz organisieren, Zulassungsstand der Geräte im Blick behalten
05

Der erste Tag: was Sie durchspielen sollten

Führen Sie vor dem ersten echten Kunden vier Vorgänge durch. Erstens eine Zahlung über einen kleinen Betrag, damit Sie den vollständigen Ablauf einmal gesehen haben, einschließlich Beleg. Zweitens ein Storno derselben Zahlung, damit klar ist, wie eine Korrektur funktioniert und wie sie auf dem Beleg aussieht.

Drittens einen Tagesabschluss. Er schließt den Geschäftstag am Gerät ab und ist die Grundlage für die Weitergabe der Umsätze. Wenn Sie eine Kasse angebunden haben, prüfen Sie an dieser Stelle, ob Kassensumme und Terminalsumme übereinstimmen. Wenn sie es am ersten Tag tun, tun sie es meistens auch danach.

Viertens den Belegtext. Auf dem Beleg steht Ihre Firmierung, und die sollte richtig sein, bevor tausend Belege damit gedruckt sind. Prüfen Sie gleichzeitig, ob Betrag, Datum, Uhrzeit und Terminal-ID sauber erscheinen. Kleine Fehler hier lassen sich in fünf Minuten korrigieren, solange sie früh auffallen.

06

Pflichten im laufenden Betrieb

In Deutschland gelten für die Teilnahme am girocard-System Regeln, die den Betrieb betreffen. Es dürfen nur Terminals eingesetzt werden, die über eine Zulassung der Deutschen Kreditwirtschaft verfügen; maßgeblich ist der Technische Anhang in der Fassung 7.2. Das Händlerjournal ist mindestens 15 Monate aufzubewahren. Bei Reklamationen sind angeforderte Unterlagen unverzüglich, spätestens innerhalb von 10 Tagen bereitzustellen. Umsätze müssen innerhalb von acht Tagen eingereicht sein, damit die Zahlungszusage greift.

Weiter geregelt sind Details, die im Alltag selten auffallen, aber gelegentlich zur Frage werden: Kontaktloses Zahlen ohne PIN ist bis 50 Euro je Vorgang vorgesehen. Eine Barauszahlung an der Kasse ist nur zusammen mit einer Zahlung zulässig, der Umsatz soll dabei mindestens 20 Euro betragen und die Auszahlung höchstens 200 Euro. Rabatte dürfen Sie gewähren.

In Österreich existiert dieses Regelwerk nicht; dort gelten die Vorgaben der Kartenorganisationen und Ihres Acquiringvertrags, und die Debitkarte heißt Bankomatkarte. Rechtsstand dieser Darstellung ist der 1. August 2026. Sie ersetzt keine Steuer- oder Rechtsberatung; für Ihre konkrete Situation ist die Rücksprache mit Ihrer Beratung der richtige Weg.

07

Wechsel von einem anderen Anbieter

Ein Wechsel ist gut planbar, wenn er in der richtigen Reihenfolge läuft. Zuerst wird geprüft, was Sie heute haben: Geräte, Modelle, Softwarestand, Terminal-IDs, Kassensystem und die bestehenden Verträge mit ihren Laufzeiten. Daraus ergibt sich, ob vorhandene Geräte übernommen werden können oder ob neue Hardware sinnvoller ist.

Dann wird das neue Setup vorbereitet und aufgeschaltet, bevor das alte abgeschaltet wird. Ein kurzer Parallelbetrieb ist der einfachste Weg, um eine Lücke zu vermeiden: Sie kassieren weiter, während das neue Gerät bereitsteht, und schalten erst um, wenn der Testvorgang sauber durchgelaufen ist. Fällt eine Kassenanbindung an, gehört dieser Schritt in dieselbe Planung.

Achten Sie auf zwei Termine: das Ende Ihrer bestehenden Bindung und den Zeitpunkt, zu dem die Umsätze auf den neuen Weg laufen sollen. Beides sollte zusammenpassen, damit weder eine Doppelbelastung noch eine Lücke entsteht. Wir schauen uns diese Termine vorab gemeinsam an, bevor irgendetwas gekündigt wird.

08

Häufige Fragen zur Inbetriebnahme

Wie lange dauert es, bis ich kassieren kann?

Das hängt davon ab, wie vollständig Ihre Angaben vorliegen und ob eine Kassenanbindung dazugehört. Ohne Kasse ist die Aufschaltung ein technisch kurzer Vorgang; mit Kasse kommt die Abstimmung mit Ihrem Kassenbetreuer hinzu. Einen konkreten Termin nennen wir Ihnen verbindlich im Gespräch, nicht pauschal auf einer Webseite.

Muss ein Techniker kommen?

In den meisten Fällen nicht. Aufschaltung und Konfiguration laufen über das Netz, das Gerät wird angeschlossen und meldet sich selbst an. Ein Vor-Ort-Termin ist typischerweise nur bei aufwendigeren Aufbauten sinnvoll, etwa bei mehreren Kassenplätzen oder beim Einbau in einen Automaten.

Was mache ich, wenn das Gerät sich nicht anmeldet?

Fast immer liegt es an der Verbindung. Prüfen Sie zuerst, ob das Netzwerkkabel steckt, ob das richtige WLAN gewählt ist und ob am Standort Mobilfunkempfang besteht. Bleibt es dabei, melden Sie sich mit der Terminal-ID; damit ist der Fall in der Regel schnell eingegrenzt.

Kann ich mein bisheriges Gerät weiterverwenden?

Manchmal ja. Es hängt an Modell, Softwarestand, Zulassungsstand und daran, ob das Gerät Ihnen gehört. Wir prüfen das anhand von Modellbezeichnung und Terminal-ID, bevor Sie sich entscheiden, damit Sie nicht auf ein Gerät setzen, das ohnehin bald getauscht werden muss.

Wann sehe ich das Geld auf meinem Konto?

Der Rhythmus der Gutschriften ist Teil Ihrer Vereinbarung und wird im Gespräch festgelegt. Was für alle gilt: Die Umsätze müssen abgeschlossen und eingereicht sein, damit sie gutgeschrieben werden. Deshalb gehört der Tagesabschluss zur täglichen Routine, nicht zur Kür.

Was passiert, wenn ich umziehe?

Melden Sie den Umzug rechtzeitig, damit Adresse und Belegtext angepasst werden. Am neuen Standort muss außerdem die Netzsituation stimmen, also Netzwerkdose, WLAN oder Mobilfunkempfang. Wenn beides vorbereitet ist, ist der Umzug des Geräts selbst eine Sache von Minuten.

Reden wir bei Ihnen im Betrieb.

Terminal anfragenTerminals ansehen
Terminal anfragen